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Unsere Newsletter

Hier finden Sie den aktuellen Newsletter und die vorangegangenen Ausgaben als PDF zum Download:

Aktuelle Ausgabe:
Weihnachtsnewsletter der Mobilität~Werk~Stadt N°5

Fairplay im Straßenverkehr

Gemeinsam mit Lara-Morgaine Böttcher, Teilnehmerin im Kolleg 21 der aGEnda 21 Gelsenkirchen, entwickelte die Mobilität-Werk-Stadt vor kurzem eine kleine Reihe von fünf unterschiedlichen Postkarten, die sich mit typischen Situationen im Straßenverkehr beschäftigen – Fußgänger, Auto- und Radfahrer: Was sollten die Nutzer der unterschiedlichen Mobilitätsarten im Miteinander beachten und welche Tipps können hier zu einem stressfreien und sicheren Umgang mit dem jeweiligen Verkehrspartner führen? Grafisch ansprechend illustriert, ziehen sie auf der Vorderseite die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich und geben auf der Rückseite die entsprechenden Hilfestellungen und Regularien bekannt. Kurz und prägnant ist die Botschaft der Mobi-Karten und mit einer Headline versehen, die keine Zweifel über die Intention dieser Karten aufkommen lässt: „Du bist mein Held des Tages.“

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Die Motive und Texte der einzelnen Karten sind hier auf der Seite der Mobilität~Werk~Stadt als pdf-Dateien zu finden:

Mobikarte Motiv Nr. 1
Mobikarte Motiv Nr. 2
Mobikarte Motiv Nr. 3
Mobikarte Motiv Nr. 4
Mobikarte Motiv Nr. 5

Das neue Banner der Mobilität-Werk-Stadt

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Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen und Gladbeck – dies sind die fünf Städte, in denen die Mobilität-Werk-Stadt aktiv ist. Diese Städte werden nun durch eine vom Grafiker und Künstler Jesse Krauß geschaffene Vektorgrafik in Form einer Silhouettenlandschaft, bestehend aus den architektonischen Highlights der jeweiligen Kommune, abgebildet. Vor diesem visuellen Hintergrund bewegen sich Radfahrer, Busse, ein Lastenfahrrad, Autos, eine Straßenbahn– die gemischte Mobilität als greifbare Vision einer Region.

Die MWS beteiligt sich aktiv an der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017!

community_rgb_300dpi_kleinMit mehreren Projekten wie beispielsweise dem Schulwegcheck, dem Projekt „Mehr Freiraum für Kinder“, Workshops und anderen Veranstaltungen wird sich die MWS aktiv an der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 beteiligen. Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Bereich der nachhaltigen Mobilität mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Die Eröffnungsveranstaltung zur Grünen Hauptstadt Europas findet am Sonntag den 22. Januar im Essener Grugapark statt.

Es gibt natürlich auch Beteiligungsmöglichkeiten für Jedermann:

Weitere Informationen zur Grünen Hauptstadt Europas folgen.

Neuer Nahverkehrsplan für die Stadt Essen: Prüfvorschlag der MWS für die Straßenbahnen auf der Südstrecke

Im 4. Quartal 2016 entscheiden die Ausschüsse und der Stadtrat Essen darüber, auf der Südstrecke der Essener U-Bahn geteilte Hochflur- und Niederflur-Bahnsteige zu bauen, damit neben den Stadtbahnen der Linie U11 auch barrierefreie Straßenbahnen Richtung Bredeney die Strecke befahren können. Nur so können kurzfristig barrierefreie Züge im ganzen Essener Schienennetz eingesetzt werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass die geteilten Bahnsteige ein weiteres Provisorium der Essener U-Bahnen sein werden, das den Fahrgästen alltäglich das Leben unbequem machen wird.

Darüber hinaus ist das Liniennetz mit einer Mischung aus Stadtbahn und Straßenbahn nicht optimal; die Betriebsstabilität lässt zu wünschen übrig, was sich in häufigen Störungen auf der Strecke zur Messe bemerkbar macht.
Die Mobilität~Werk~Stadt schlägt daher vor im kommenden Nahverkehrsplan einen Prüfauftrag für einen 2. Schritt des Umbaus aufzunehmen: Darin soll die spätere vollständige Absenkung der Bahnsteige geprüft werden. Damit würden auf der Südstrecke nur noch Straßenbahnfahrzeuge verkehren.
Zwar sind die einzelnen Fahrzeuge kleiner, dafür sollen die Züge häufiger zur Messe fahren und so zu Messezeiten im Endeffekt mehr Kapazität bieten.
Außerdem können die Straßenbahnen besser in das übrige Netz Richtung Altenessen und Katernberg eingebunden werden.

Die Südstrecke soll damit im Betrieb unabhängig von den Stadtbahnlinien U17 und U18 werden, um so die Einflüsse von Verspätungen zwischen verschiedenen Linien zu verringern. Außerdem sind mit dem Konzept mehr Wendemöglichkeiten im laufenden Betrieb nutzbar, die derzeit wegen des Mischbetriebs nicht von allen Zügen angefahren werden können – bei Störungen kann also flexibler reagiert werden.

Link zum detaillierten Konzeptpapier:
Konzeptpapier mit detaillierter Begründung

Bundestag beschließt Bundesverkehrswegeplan

bvwp-berlin2016-protest-672x372_kleinDer Deutsche Bundestag hat am 02.12.2016 mit den drei Ausbaugesetzen Straße, Schiene und Wasserstraße die Umsetzung des von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im August vorgelegten neuen Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2030) beschlossen.

Pressemitteilung: Verkehrswegeplan durchgepaukt – Bundestag beschließt gesundheitsschädlichen A52 – Neubau

In den nächsten 15 Jahren könnten über 1000 Verkehrsprojekte in ganz Deutschland umgesetzt oder begonnen werden, mit einem Gesamtvolumen von mehr als 270 Milliarden Euro.
Rund 70 Prozent der Mittel sollen in Erhalt und Modernisierung der Netze fließen.
Die Hälfte der Mittel entfällt auf Straßenprojekte mit 132,8 Milliarden Euro (49,3 %); für Schienenprojekte sind 41,6 % bzw. 112,3 Milliarden Euro und für Wasserstraßen 9,1 % bzw. 24,5 Milliarden Euro eingeplant.

Kampagne „A52 war gestern – JETZT: Wege für morgen!“ beendet

a52kleinWeil in Berlin der Bundesverkehrswegeplan für Deutschland erarbeitet wurde, bildeten engagierte Gruppen im Herbst 2015 das Aktionsbündnis „A52 war gestern – JETZT: Wege für morgen!“ Es sind mehr als 20 Bürgerinitiativen, Vereine und Verbände in NRW und vor allem in Bottrop, Essen, Gladbeck, Heiligenhaus, Ratingen und Velbert, die sich seit Jahrzehnten für die Verbesserung des Verkehrs im Ruhrgebiet ohne neue Autobahn einsetzen. Das Ziel des neuen Bündnisses: Die Transitautobahn A52/A44 ist im neuen Verkehrswegeplan nicht mehr enthalten. Nun ist der Plan am 2. Dezember 2016 vom Bundestag beschlossen worden. Die Kampagne zur Arbeit an diesem Ziel wurde deshalb offiziell beendet.

bvwp1Bei unserer letzten Aktion verteilten wir Warnwesten an Radfahrer, weil sie schon heute die Wege von morgen nutzen – und wir warnten vor Zunahme der Schadstoffbelastungen beim A52-Bau. In guter Stimmung sagten wir uns schließlich für den gemeinsamen Einsatz gegenseitig Dank und wünschten frohe Weihnachten.
Im alten Bundesverkehrswegeplan von 2004 waren alle Teile der Transitautobahn dem „vordringlichen Bedarf“ zugeordnet worden. Im neuen Plan wurden die Teile durch Essen (Ruhralleetunnel und A52 nördlich der A 40) in der Dringlichkeit herabgestuft (weiterer Bedarf mit Planungsrecht), das heißt, dass der Bundestag dafür bis 2030 keine Baufinanzierung zur Verfügung stellt. Die Teile nördlich von Essen bis Gelsenkirchen-Buer-West wurden jedoch wieder dem vordringlichen Bedarf zugeordnet, nun mit dem neuen Zusatz Engpassbeseitigung, was höchste Dringlichkeit bedeutet.
Wir haben unser Ziel nicht erreicht, dabei würde nach den Berechnungen des Bundesverkehrsministers die geplante A 52 die Menschen in Gladbeck, Bottrop und Essen mit noch mehr Feinstaub, Stickoxiden und weiteren Schadstoffen belasten. Das von uns vorgeschlagene Maßnahmenpaket zur menschen- und umweltfreundlicheren Entlastung der B 224 wurde vorschriftswidrig noch nicht einmal geprüft.
Zum B 224-Entlastungspaket gehören neben der bereits in Gang gesetzten S-Bahn-Taktverdichtung und dem Radschnellweg Essen – Gladbeck unter anderem der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Essen – Bottrop, Abbiege- und Einfädelungsspuren auf der B 224, Tempo-50-Zonen in Wohnbereichen, Lenkung des LKW-Fernverkehrs auf die guten vorhandenen Alternativen und Einschränkung des Schwerlast-Durchgangsverkehrs.

Kein Dialog im „Dialogforum A 52“ möglich

Die Mobilität~Werk~Stadt e.V. für die Metropole Ruhr (MWS) ist traurig und empört. Bei der Auftaktsitzung des „Dialogforums A 52“ beim Landesbetrieb Straßenbau in Bochum ist dem Dialog- und Prüfungsantrag nicht entsprochen worden. Damit ist der Dialog über Verkehrsverbesserungen an der B 224 verweigert worden, weil der Minister nur einen Autobahnbau angeordnet habe.

Die MWS-Vertreter verließen mit der Erklärung ihrer Gesprächsbereitschaft den Saal, weil sie ihre weitere Anwesenheit ohne solche Dialogbereitschaft als sinnlos ansahen. „Das konstruktive Gespräch auf Augenhöhe zu menschen- und umweltfreundlicher Verkehrspolitik im mittleren Ruhrgebiet scheint nicht erwünscht zu sein“, erklärte MWS-Sprecher Dr. Martin Arnold: „Wir haben einen Dialog- und Prüfungsantrag gestellt

  • erstens die von NRW-Verkehrsminister seit 2013 beabsichtigten und kurz- bis mittelfristig möglichen Maßnahmen durch Dialog mit mehr Nachdruck umzusetzen
  • und zweitens das B 224-Entlastungspaket als Autobahn-Alternative zu prüfen.

Nicht nur wir, sondern die EU-Richtlinie 2001/42/EG und deutsches Recht (UVPG) verlangen die ‚Ermittlung, Beschreibung und Bewertung aller vernünftigen Alternativen‘, dazu gehört die Prüfung, ob das B 224-Entlastungspaket oder ein Autobahnbau mehr Umwelt-Nutzen bringt“, so Martin Arnold.

Zum B 224-Entlastungspaket gehören neben der bereits in Gang gesetzten S-Bahn-Taktverdichtung und dem Radschnellweg Essen – Gladbeck unter anderem der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Essen-Bottrop, Abbiege- und Einfädelungsspuren auf der B 224, Tempo-50-Zonen in Wohnbereichen, Lenkung des LKW-Fernverkehrs auf die guten vorhandenen Alternativen und Einschränkung des Schwerlast-Durchgangsverkehrs.
Anträge, wie ihn die MWS gestellt hat, passen nicht zum Auftrag der Veranstaltung. Folgerichtig wurde ihr Titel im Verlauf der Sitzung in „Forum A 52“ umbenannt. Alternativen ins Spiel zu bringen, sei nicht erwünscht. „Nicht einmal eine Prüfung des B 224-Entlastungspaketes will der Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau unterstützen, denn der Ministerauftrag sei, die Autobahn zu bauen, hieß es. Er stimmte auch nicht zu, den Dialog- und Prüfungsantrag dem Verkehrsminister zur Entscheidung vorzulegen“, so Martin Arnold.

Arnold machte die Anwesenden im Saal darauf aufmerksam, dass nach den Berechnungen des Bundesverkehrsministers die geplante A 52 die Menschen in Gladbeck, Bottrop und Essen mit noch mehr Feinstaub, Stickoxiden und weiteren Schadstoffen belasten würde. Gegen den jüngst vom Bundestag beschlossenen Verkehrswegeplan, der Grundlage für den A52-Bau ist, laufen zahlreiche Beschwerden bei der Europäischen Union, auch zum A 52-Plan. „Wir sind zuversichtlich, dass die EU unsere Meinung teilt und den Plan rügen wird, aber wir täten viel besser daran, die kurzfristig möglichen Maßnahmen zur Lösung unserer regionalen Verkehrsprobleme hier und heute zu realisieren – im Sinne einer zukunftsfähigen Vernetzung aller Mobilitätsarten.
Dialog ist grundlegend“, so Martin Arnold, „das sagt der Minister auch, doch die Praxis von Landesregierung und Straßenbaubehörde sieht leider anders aus.“

TERMINE:

22.01.2017;
Eröffnung der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017
(Grugapark)

16. – 19.02.2017;
Fahrrad Messe Essen, täglich 10:00 – 18:00 Uhr
(Messe Essen, Norbertstraße)

Wir bedanken uns für Ihr/Euer Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit und wünschen Ihnen/Euch frohe Weihnachten!

Mit der Grünen Hauptstadt 2017 erwartet uns ein aufregendes und ereignisreiches Jahr, und wir hoffen auch in Zukunft gemeinsam und nachaltig etwas bewegen zu können!

Ihr Team der Mobilität~Werk~Stadt e.V.

Beteiligen Sie sich und gestalten Sie mit!

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